Barnards Pfeilstern

Barnards Pfeilstern ist etwas besonderes. Er ist der Stern mit der größten bekannten Eigenbewegung. Er legt die Strecke, die dem Vollmonddurchmesser entspricht, in nur 180 Jahren zurück. Das kann man zwar nicht mit bloßem Auge erkennen. Fotografiert man ihn aber über Jahre hinweg und vergleicht diese Aufnahmen, kann man die Bewegung durchaus erkennen. Dieses Bild entstand durch Übereinanderlegen von 4 Aufnahmen aus den Jahren 2012, 2014, 2016 und 2018. Barnards Pfeilstern ist mit bloßem Auge nicht zu sehen. In kleinen Teleskopen erschein er als orangefarbener Stern im Sternbild Schlangenträger. Nach dem Dreifachsystem um Alpha Centauri ist er mit 6 Lichtjahren Entfernung der viertnächste Stern.

Tag der Astronomie 2018

Am 24.03.2018 fand der bundesweite Tag der Astronomie statt. Die astronomische Station Johannes Kepler e.V. organisierte gemeinsam mit der Gesellschaft für astronomische Bildung e.V. Vorträge und Beobachtungen zum Thema „Das geheime Leben der Sterne“. Bei klarem Himmel konnten die Besucher ab 15 Uhr die Sonne und den zunehmenden Halbmond beobachten. Sonnenflecken waren nicht zu sehen, dafür aber zwei Eruptionen am Sonnenrand.

In den Vorträgen lernten die Besucher Wissenswertes über das geheime Leben der Sterne. Beispielsweise wurde in einem Vortrag erklärt, wie man mithilfe des Hertzsprung-Russell-Diagramms die Entwicklung der Sterne verstehen kann. In einem weiteren Vortrag gab es Beobachtungstipps zur Sonne. Außerdem wurden Doppel- und Mehrfachsternsysteme vorgestellt.

Zu jeder vollen Stunde zeigten die Vereinsmitglieder im Planetarium den aktuellen Sternenhimmel. Die Referenten informierten die Besucher  hier ebenfalls über Sagen und Mythen der Sternbilder.

Wir freuen uns über die rege Beteiligung und werden auch im nächsten Jahr zum bundesweiten Tag der Astronomie wieder zu Veranstaltungen im Planetarium Kanena einladen.

Der Supermond 2018

versteckte sich heute beim Aufgang noch hinter den Wolken.

Später zeigte er sich dann doch noch. Dieser Supermond ist heller und größer als andere Vollmonde im Laufe eines Jahres.
Auf dem oberen Foto ist der heutige Supermond zu sehen, der untere Vollmond ist vom 17.08.2017.
Beide Fotos entstanden unter gleichen Bedingungen, also gleiches Fernrohr, gleicher Fotoapparat und gleiche Vergrößerung. Die Helligkeit darf nicht verglichen werden, weil die Belichtungszeit unterschiedlich ist. Aber es ist zu erkennen, dass der obere Mond größer ist als der untere.


Die Plejaden,

auch Siebengestirn genannt, sind ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier. Sie bestehen aus ungefähr 500 Einzelsternen, von denen man die hellsten 6 Sterne mit bloßem Auge sehen kann. Der 7. ist ein veränderlicher Stern, und nicht immer deutlich zu erkennen. Mit einer Entfernung von 400 Lichtjahren sind sie der nächstgelegene offene Sternhaufen. Im Messierkatalog tragen die Plejaden die Nummer 45.
Sie sind in den kommenden drei Monaten leicht am Abendhimmel aufzufinden. Gegen 21 Uhr stehen sie im Süden ungefähr 60° hoch. Diese Aufnahme erfolgte mit einem Teleobjektiv mit einer Sekunde Belichtungszeit.

Wintersonnenwende

Heute ist um 17:28 Wintersonnenwende. Die Sonne steht auf ihrer scheinbaren Bahn durch die Tierkreiszeichen auf der Ekliptik auf ihrer südlichsten Position. Im Äquatorsystem bedeutet das eine Deklination von -23°. Damit steht sie in Halle zur Mittagszeit nur 15° hoch. Das ist die geringste Mittagshöhe im Laufe des Jahres. Gleichzeitig steht sie auf einen südlichen Breite von 23° (der südliche Wendekreis) zur Mittagszeit im Zenit. Am Äquator erreicht sie eine Höhe von 67°. Am Südpol ist seit 3 Monaten Polartag. Der jetzt nochmal 3 Monate dauert. Am Nordpol herrscht seit 3 Monaten Polarnacht. Die Sonne steht heute 23° unter dem Horizont. Erst in 3 Monaten wird es am Nordpol wieder hell.
Wir haben die längste Nacht des Jahres mit 16 Stunden und 12 Minuten vor uns. Und der kürzeste Tag läuft gerade. Mit dem Untergang um 16:05 endet der Tag, der 7 Stunden und 50 Minuten dauert.

Heute beginnt der astronomische Winter.

Dieses Foto der Sonne mit sehr vielen Sonnenflecken stammt vom
28. September 2014.